Kartonrechner

Umzug planen

Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Trage ein, wie du wohnst — du bekommst die Kartonanzahl, die Aufteilung nach Kartontyp, das nötige Packmaterial und die passende Transportergröße. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Datenübertragung.

Wohnungsgröße angeben als

Steht im Mietvertrag. Keller und Dachboden zählen nicht zur Wohnfläche — wenn du dort Sachen lagerst, wähle unten „viel Besitz“.

Wie lange wohnst du dort schon?

Je länger man wohnt, desto mehr sammelt sich an — das ist der Faktor, den die meisten unterschätzen.

Wie viel Besitz hast du?

„Viel“ heißt: volle Regale, Bücher, Sammlungen, Hobbyausrüstung, Keller voll.

Dein Bedarf

57Umzugskartons

43 Standardkartons
ca. 65 l · normales Packgut
14 Bücherkartons
ca. 40 l · Bücher, Geschirr
Was du außerdem brauchstMenge
KleiderboxenKleidung hängend transportieren, spart Bügeln4 Stück
Paketklebeband2-fach umlaufend pro Karton5 Rollen
PackpapierZum Ausstopfen und Einwickeln23 kg
LuftpolsterfolieFür Glas, Technik, Bilderrahmen15 m
BeschriftungsstifteZimmer + Inhalt auf zwei Seiten2 Stück
Großer Kastenwagen (Sprinter, ~9 m³) Ladevolumen deiner Kartons: ca. 5,0 m³ · Gesamtvolumen mit Möbeln: ca. 20 m³

Die Werte sind eine Planungshilfe auf Basis anerkannter Faustregeln — plane lieber zwei Kartons zu viel als einen zu wenig. Wie genau gerechnet wird, steht im nächsten Abschnitt.

So wird gerechnet

Kein Blackbox-Ergebnis: Der Rechner kombiniert zwei etablierte Faustregeln, statt sich auf eine zu verlassen — denn allein nach Wohnfläche gerechnet bekommen Singles zu viele Kartons, allein nach Personen gerechnet bekommen große Wohnungen zu wenige.

  1. Zwei Schätzungen bildenNach Personen: 17 Kartons je Erwachsener, 12 je Kind. Nach Fläche: 1 Karton je m² Wohnfläche.
  2. Mittelwert bildenBeide Werte werden gemittelt. So bleibt das Ergebnis für eine 30-m²-WG-Bude ebenso plausibel wie für ein 140-m²-Haus.
  3. Wohndauer einrechnenVon ×0,85 (unter 2 Jahre) bis ×1,3 (über 10 Jahre). Wer lange wohnt, hat messbar mehr eingelagert.
  4. Besitzmenge einrechnen×0,8 bis ×1,25, je nachdem wie voll Regale, Keller und Abstellkammer sind.
  5. Reserve aufschlagen+10 %. Am Umzugstag fehlen praktisch immer Kartons — der Aufschlag ist billiger als eine Extrafahrt.
  6. Auf Kartontypen aufteilenRund ein Viertel wird als Bücherkarton ausgewiesen, weil Bücher und Geschirr in großen Kartons zu schwer werden.

Welche Kartons du wirklich brauchst

Der häufigste Fehler beim Umzug ist nicht die falsche Anzahl, sondern der falsche Typ: Ein großer Karton voller Bücher wiegt schnell über 40 kg — den hebt niemand mehr sicher, und der Boden reißt.

ca. 65 Liter · 2-wellig

Standardkarton

Das Arbeitspferd: Kleidung, Bettwäsche, Kissen, Spielzeug, Küchenkram, leichte Elektrogeräte. Zweiwellige Pappe hält deutlich mehr aus als die einwellige Billigware und übersteht mehrere Umzüge.

ca. 40 Liter · verstärkt

Bücherkarton

Kleiner, damit das Gewicht begrenzt bleibt. Für Bücher, Geschirr, Werkzeug, Akten, Konserven. Faustregel: Wenn du den Karton allein nicht mehr bequem tragen kannst, war er zu groß gewählt.

ca. 90 cm hoch · mit Stange

Kleiderbox

Kleidung wandert samt Bügel hinein und kommt knitterfrei wieder heraus. Spart Packzeit und einen halben Tag Bügeln. Meist lohnt Mieten statt Kaufen — man braucht sie nur an zwei Tagen.

Welcher Transporter passt zu deinem Volumen?

Kartons allein machen nur einen kleinen Teil des Umzugsvolumens aus — Möbel, Matratzen und Geräte brauchen den meisten Platz. Als Faustregel rechnet man mit etwa 0,28 m³ Gesamtvolumen je Quadratmeter Wohnfläche.

FahrzeugLadevolumenReicht für ca.Führerschein
Kombi / großer Pkw1–2 m³WG-Zimmer, TeilumzugKlasse B
Kastenwagen (z. B. Transit)5–8 m³1-Zimmer-WohnungKlasse B
Sprinter mit Hochdach9–14 m³2 Zimmer, ca. 50 m²Klasse B
7,5-Tonner mit Koffer20–35 m³3–4 Zimmer, ca. 80–100 m²C1 nötig
Umzugs-Lkw / Speditionab 35 m³Haus, ab ca. 120 m²Spedition

Zwei Fahrten mit einem kleinen Fahrzeug sind fast immer teurer als eine Fahrt mit dem passenden — spätestens, wenn die Entfernung über 30 km liegt.

Häufige Fragen

Die Antworten stützen sich auf gängige Empfehlungen von Umzugsunternehmen und Verpackungshändlern sowie auf die Arbeitsschutz-Empfehlungen zum Tragegewicht.

Wie viele Umzugskartons brauche ich pro Person?

Als grobe Orientierung gelten 15 bis 20 Kartons pro Erwachsenem und 10 bis 15 pro Kind. Dieser Wert allein greift aber zu kurz: Eine Person auf 100 m² braucht deutlich mehr als dieselbe Person auf 35 m². Deshalb mittelt der Rechner den Personenwert mit einer zweiten Schätzung über die Wohnfläche.

Wie viele Kartons passen in einen Sprinter?

In einen Sprinter mit Hochdach (etwa 12 m³) passen rein rechnerisch rund 170 Standardkartons. Praktisch fährt niemand nur Kartons: Sobald Bett, Schrank, Sofa und Waschmaschine mit müssen, bleiben eher 40 bis 60 Kartons übrig. Rechne für Möbel etwa zwei Drittel des Laderaums ein.

Wie viele Kartons brauche ich für eine 3-Zimmer-Wohnung?

Für eine typische 3-Zimmer-Wohnung mit etwa 80 m² und zwei Bewohnern liegt der Bedarf meist zwischen 55 und 75 Kartons. Die Spanne entsteht fast vollständig durch zwei Faktoren: wie lange dort schon gewohnt wird und wie viele Bücher, Sammlungen und Kellersachen vorhanden sind.

Wie schwer darf ein Umzugskarton sein?

Als praktische Obergrenze gelten 20 kg pro Karton — beim Umzug wird über Stunden getragen, oft über Treppen. Ein Standardkarton voller Bücher erreicht dieses Gewicht deutlich vor dem oberen Rand, deshalb gehören schwere Dinge grundsätzlich in kleinere Bücherkartons.

Faustregel: schwer nach unten, leicht nach oben, und den Karton nie so füllen, dass sich der Deckel wölbt — gewölbte Kartons lassen sich nicht stapeln.

Kartons kaufen oder mieten?

Kaufen lohnt sich, wenn du die Kartons behalten willst (Keller, nächster Umzug, Lagerung) oder viel Zeit zum Packen hast. Mieten ist bei größeren Umzügen oft günstiger und spart die Entsorgung; Anbieter liefern und holen wieder ab, meist mit stabilen Kunststoffboxen.

Kleiderboxen lohnen sich fast immer als Mietvariante — man braucht sie nur an den beiden Umzugstagen.

Woher bekomme ich kostenlose Umzugskartons?

Gute Quellen sind Supermärkte und Getränkemärkte (früh morgens nach dem Einräumen fragen), Elektronikmärkte, Kleinanzeigen-Portale und Nachbarschaftsgruppen. Der Haken: Die Kartons sind unterschiedlich groß, selten zweiwellig und lassen sich schlecht stapeln — das kostet im Transporter Platz und im Treppenhaus Nerven. Eine Mischung ist meist der beste Kompromiss: Kaufkartons für Schweres, Gratiskartons für Leichtes.

Wie viel Klebeband und Packpapier brauche ich?

Rechne mit einer Rolle Paketklebeband je 12 Kartons — jeder Karton wird unten und oben zweifach umlaufend verklebt. Beim Packpapier sind etwa 0,4 kg pro Karton realistisch, also rund 20 kg für einen durchschnittlichen Umzug. Zeitungspapier ist eine kostenlose Alternative, färbt aber auf helles Geschirr und Textilien ab.

Wann sollte ich mit dem Packen anfangen?

Drei bis vier Wochen vorher mit allem, was nicht täglich gebraucht wird: Bücher, Deko, Saisonkleidung, Keller. In der letzten Woche folgt der Alltagskram, am Schluss die Küche. Ein Karton pro Tag klingt wenig, ergibt aber über vier Wochen genau die Menge, die dieser Rechner für einen Zwei-Personen-Haushalt ausgibt.