Kartonrechner

Kartonbedarf nach Wohnungsgröße

Wie viele Umzugskartons für eine 3-Zimmer-Wohnung?

Für eine 3-Zimmer-Wohnung mit rund 80 m² und zwei Bewohnern liegt der Bedarf meist zwischen 55 und 75 Kartons. Die Spanne entsteht fast vollständig durch Wohndauer und Besitzmenge — beides kannst du unten einstellen.

Wohnungsgröße angeben als

Steht im Mietvertrag. Keller und Dachboden zählen nicht zur Wohnfläche — wenn du dort Sachen lagerst, wähle unten „viel Besitz“.

Wie lange wohnst du dort schon?

Je länger man wohnt, desto mehr sammelt sich an — das ist der Faktor, den die meisten unterschätzen.

Wie viel Besitz hast du?

„Viel“ heißt: volle Regale, Bücher, Sammlungen, Hobbyausrüstung, Keller voll.

Dein Bedarf

57Umzugskartons

43 Standardkartons
ca. 65 l · normales Packgut
14 Bücherkartons
ca. 40 l · Bücher, Geschirr
Was du außerdem brauchstMenge
KleiderboxenKleidung hängend transportieren, spart Bügeln4 Stück
Paketklebeband2-fach umlaufend pro Karton5 Rollen
PackpapierZum Ausstopfen und Einwickeln23 kg
LuftpolsterfolieFür Glas, Technik, Bilderrahmen15 m
BeschriftungsstifteZimmer + Inhalt auf zwei Seiten2 Stück
Großer Kastenwagen (Sprinter, ~9 m³) Ladevolumen deiner Kartons: ca. 5,0 m³ · Gesamtvolumen mit Möbeln: ca. 20 m³

Die Werte sind eine Planungshilfe auf Basis anerkannter Faustregeln — plane lieber zwei Kartons zu viel als einen zu wenig. Wie genau gerechnet wird, steht im nächsten Abschnitt.

Die häufigste Wohnungsgröße — und die häufigste Fehleinschätzung

Die 3-Zimmer-Wohnung ist der Klassiker unter den deutschen Mietwohnungen, und sie ist auch die Größe, bei der sich die meisten Leute verschätzen. Der typische Fehler: Man schaut sich um, sieht drei überschaubar möblierte Zimmer und denkt an vierzig Kartons. Am Packtag stellt sich heraus, dass Küche, Bad, Abstellkammer und Keller zusammen mehr Volumen haben als das Wohnzimmer.

Als Kontrollrechnung hilft die Faustregel „ein Karton pro Quadratmeter Wohnfläche“. Sie liegt bei 80 m² bei achtzig Kartons und damit meist etwas zu hoch — aber sie zeigt die Richtung, in die man sich korrigieren sollte, wenn das Bauchgefühl bei vierzig liegt.

Wo bei 80 Quadratmetern die Kartons hingehen

Grob verteilt sich der Bedarf so: Küche 10 bis 15 Kartons, Schlafzimmer 8 bis 12, Wohnzimmer 10 bis 15, drittes Zimmer 8 bis 15, Bad 3 bis 5, Flur und Abstellkammer 5 bis 10, Keller 5 bis 15. Der Keller ist dabei der Posten, der am zuverlässigsten unterschätzt wird.

Die Küche ist der zeitaufwendigste Raum: Geschirr muss einzeln eingewickelt werden, Vorräte wollen sortiert sein, und Elektrokleingeräte brauchen entweder ihre Originalkartons oder ordentlich Polstermaterial. Plane für die Küche allein einen halben Tag ein.

Transportergröße und Umzugstag

Rund 80 m² ergeben mit Möbeln etwa 22 bis 25 m³. Damit ist ein 7,5-Tonner mit Koffer die passende Größe — dafür brauchst du allerdings den Führerschein C1, wenn dein Führerschein nach 1999 ausgestellt wurde. Alternativen sind ein großer Sprinter mit zwei Fahrten oder eine Umzugsfirma.

Rechne für eine 3-Zimmer-Wohnung mit zwei bis drei Helfern und einem vollen Tag fürs Beladen, Fahren und Entladen. Mit nur zwei Personen wird es ein sehr langer Tag.

So wird gerechnet

Kein Blackbox-Ergebnis: Der Rechner kombiniert zwei etablierte Faustregeln, statt sich auf eine zu verlassen — denn allein nach Wohnfläche gerechnet bekommen Singles zu viele Kartons, allein nach Personen gerechnet bekommen große Wohnungen zu wenige.

  1. Zwei Schätzungen bildenNach Personen: 17 Kartons je Erwachsener, 12 je Kind. Nach Fläche: 1 Karton je m² Wohnfläche.
  2. Mittelwert bildenBeide Werte werden gemittelt. So bleibt das Ergebnis für eine 30-m²-WG-Bude ebenso plausibel wie für ein 140-m²-Haus.
  3. Wohndauer einrechnenVon ×0,85 (unter 2 Jahre) bis ×1,3 (über 10 Jahre). Wer lange wohnt, hat messbar mehr eingelagert.
  4. Besitzmenge einrechnen×0,8 bis ×1,25, je nachdem wie voll Regale, Keller und Abstellkammer sind.
  5. Reserve aufschlagen+10 %. Am Umzugstag fehlen praktisch immer Kartons — der Aufschlag ist billiger als eine Extrafahrt.
  6. Auf Kartontypen aufteilenRund ein Viertel wird als Bücherkarton ausgewiesen, weil Bücher und Geschirr in großen Kartons zu schwer werden.

Welche Kartons du wirklich brauchst

Der häufigste Fehler beim Umzug ist nicht die falsche Anzahl, sondern der falsche Typ: Ein großer Karton voller Bücher wiegt schnell über 40 kg — den hebt niemand mehr sicher, und der Boden reißt.

ca. 65 Liter · 2-wellig

Standardkarton

Das Arbeitspferd: Kleidung, Bettwäsche, Kissen, Spielzeug, Küchenkram, leichte Elektrogeräte. Zweiwellige Pappe hält deutlich mehr aus als die einwellige Billigware und übersteht mehrere Umzüge.

ca. 40 Liter · verstärkt

Bücherkarton

Kleiner, damit das Gewicht begrenzt bleibt. Für Bücher, Geschirr, Werkzeug, Akten, Konserven. Faustregel: Wenn du den Karton allein nicht mehr bequem tragen kannst, war er zu groß gewählt.

ca. 90 cm hoch · mit Stange

Kleiderbox

Kleidung wandert samt Bügel hinein und kommt knitterfrei wieder heraus. Spart Packzeit und einen halben Tag Bügeln. Meist lohnt Mieten statt Kaufen — man braucht sie nur an zwei Tagen.

Häufige Fragen

Die Antworten stützen sich auf gängige Empfehlungen von Umzugsunternehmen und Verpackungshändlern sowie auf die Arbeitsschutz-Empfehlungen zum Tragegewicht.

Wie viele Kartons für 3 Zimmer mit Kind?

Ein Kind bringt typischerweise 10 bis 15 zusätzliche Kartons mit — Spielzeug, Kleidung, Bücher und oft ein erstaunlicher Bestand an Basteltisch-Inhalten. Stelle im Rechner die Kinderzahl ein, dann ist es berücksichtigt.

Wie lange dauert der Umzug einer 3-Zimmer-Wohnung?

Das Packen zieht sich über zwei bis vier Wochen nebenher, der eigentliche Umzugstag dauert mit genug Helfern acht bis zehn Stunden. Das Auspacken braucht erfahrungsgemäß länger als das Packen — plane die erste Woche in der neuen Wohnung entsprechend.

Brauche ich für 80 m² wirklich einen 7,5-Tonner?

Wenn alles in einer Fahrt gehen soll: ja. Mit einem großen Sprinter und zwei Fahrten geht es auch, sofern die Entfernung kurz ist. Ab etwa 30 Kilometern zwischen alter und neuer Wohnung ist das größere Fahrzeug meist günstiger als die zweite Fahrt.